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Samstag, Januar 06, 2007

Potsdamer TagesZeitung Freitag, 2.Januar 1942

Diese Seite soll geschichtlich Interessierten dienen. Sie ist nicht für Nazis oder Menschen mit rechter Gesinnung gedacht.
Der Autor distanziert sich von den zitierten Texten und Inhalten der Potsdamer Tageszeitung!

Durch Tat und Leistung zum Sieg

Aufruf des Reichsmarschalls zur Jahreswende

Berlin.Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches Hermann Göring hat zur Jahreswende folgenden Aufruf erlassen:

Deutsche Volksgenossen!
Das dritte Kriegsweihnachten liegt hinter uns. In ernster Besinnung sind in diesen deutschen Feierstunden die Gedanken der Heimat an die Front gewandert und aus den Kampfeslinien wieder zurückgestrahlt zu den Lieben im Vaterland. Durchglüht von Kampfeswillen und Siegeszuvericht haben sich Front und Heimat die Hände gereicht - beide fest davon durchdrungen, daß ein ruhmreicher Sieg uns den segensreichen Frieden bringen wird.
Eins aber wollen wir uns immer vor Augen halten: hoffen allein hilft zu nichts - aus der Hoffnung selbst wächst kein Leben. Nur der im Herzen tief verwurzelte Glauben an das Reich unseres Führers und der stahlharte Wille, seinem Befehl in unwandelbarer Treue zu folgen, sind die Granaten des Erfolges, der uns und unseren Nachfahren - Euren Söhnen und Töchtern - eine sorgenfreie Zukunft und Deutschland den Platz im Kranz der Völker sichern wird, der ihm aus Tat und Leistung gebührt.
Tat und Leistung stehen über den gewaltigen Anstrengungen und ruhmvollen Siegen, die unsere Soldaten vollbracht haben. Stolz schauen wir in die Vergangenheit. Polen, Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich hat die deutsche Wehrmacht unter der genialen Führung A.H., ihresObersten Befehlshabers, in unaufhaltsamen Ansturm bezwungen. England ist vom Kontinent vertrieben und hat nicht einen Soldaten in Europa stehen.
Jugoslawien ist zerschlagen und Griechenlands unsinniger Widerstand zerbrochen. Über allem aber steht der Siegeszug des Führers und seiner Soldaten gegen die rote Dampfwalze, die Deutschland und dann Europa zermalmen wollte. Tausende von Kilometern tief in Sowjetrußland - heroisch wie die Urväter im Ansturm gegen die Mongolen - Übermacht und Unwetter nicht achtend, steht die deutsche Wehrmacht zum Schutze der Heimat auf der Wacht. In einem Heldenkampf, den selbst unsere Feine die Anerkennung nicht versagen konnten, haben die Soldaten aller Waffengattungen Siege errungn, die in der Weltgeschichte ohne gleichen sind. Nie hat eine Armee sich ruhmvoller geschlagen.
Dank, unauslöschlichen Dank schulden wir unseren Kämpfern; ob einfacher Soldat oder Offizier, jeder einzelne hat seinen Mann gestanden.
Und so soll sich auch die Heimat wie bisher weiter bewähren. Tat und Leistung stehen auch über ihrer rastlosen Arbeit und ihrem selbstlosen Einsatz. Schwere Lasten und Opfer sind ihr aufgebürdet. Wir wissen, daß wir uns einschränken müssen, aber wir achten dieses Wort nicht. Denn hinter den wachsenden Anforderungen der Rüstung und der Vorderung unserer Soldaten muß der zivile Bedarf zurckstehen. Das läßt sich nicht ändern und darum nehmen wir es in Kauf, auch wenn das kommende Jahr noch mehr von allen Volksgenossen verlangen sollte als das vergangene.
Schaut in unsere tausendjährige Geschichte zurück:
Nie ist uns etwas geschenkt worden. Immer mussten unsere Väter, was sie errungen hatten, ob des Reiches und der Eifersucht der anderen mit dem Schwert verteidigen, erhalten und erweitern. Und immer hat der Werkmann dieses Schwert geschiedet und heiß gehalten. So dürfen auch wir nicht glauben, daß die kostbaren Güter unseres herrlichen großen Reiches, die Freiheit und die Ehre ohne opferbereite Hingabe und selbstlose Arbeit bewahrt und gemehrt werden können. Nur ein Geschlecht, daß in eiserner Entschlossenheit bereit ist, jedes Opfer zu tragen, und das gewillt ist, todesmutig zu kämpfen und angespannt zu arbeiten, wird die Zukunft meistern. Das soll im kommenden Jahr unser Wille und Wollen sein.
Das vergangene Jahr hat in der Welt klare Fronten geschaffen. Der Haß demokratischer und bolschewistischer Demagogen gegen die jungen, aufstrebenden, dem Führerprinzip verschworenen Völker hat sich in allen Kontinenten zu einer erbitterten Auseinandersetzung zweier Weltanschauungen entfacht. Erfolgreich an allen Fronten stehen wir in unauslöschlicher Waffenkameradschaft Schulter an Schulter mit unseren tapferen Verbündeten im siegreichen Kampf.
Das Vorfeld ist erobert. Die Schanzen der Feinde sind in unserer Hand. Jetzt gilt es, die letzte Bastion zu nehmen. Darum laßt uns zu diesem Sturm die Reihen noch enger schließen und wie eine stählerne Kette stehen um unseren Füher und das geliebte Vaterland.


Nachhaltige Zerstörungsangriffe

Luftwaffe erfolgreich gegen die rückwärtigen
Verbindungen der Sowjets


Aus dem Führerhauptquartier, 2. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten setzt der Feind seine Angriffe an zahlreichen Stellen fort. Einzelne Einbruchsstellen wurden abgeriegelt, andere im Gegenstoß beseitigt.
Die Luftwaffe unterstützte den Abwehkampf des Heeres und führte nachhaltige Zerstörungsangriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen des Feindes.
Starke Kampf- und Fliegerverbände bekämpften auch gestern die bei Jeodofia auf der Krim gelandeten feindlichen Kräfte sowie die Hafenanlagen. Ein Handelsschiff mittlerer Größe und ein kleines Kriegsschiff wurden versenkt, drei größere Frachter in Brand geworfen und vier Transporter schwerer bschädigt.
In Nordafrika fanden auf der Erde keine größeren Kampfhandlungen statt. Die bei Ugedabia zurückgeworfenen Briten wurden von starken deutschn Kampffliegerverbänden angegriffen und erlitten empfindliche Verluste.
Die rollenden Luftangriffe gegen Flugplätze auf der Insel Malta wurden erfolgreich fortgesetzt. In der Zeit vom 24. bs 31. Dezember verlor die britische Luftwaffe 58 Flugzeuge, davon 33 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 18 eigene Flugzeuge verloren.

Das Eichenlaub für Sepp Dietrich

Aus dem Führerhauptquartier. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht Adolf Hitler hat dem Kommandeur der Leibstandarte SS, SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Sepp Dietrich, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und an ihn folgendes Telegramm gerichtet:
"In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 41. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing heute den wiedergenesenen Ritterkreuzträger und Kommandeur eines Infanterieregiments Oberst Freiherr von Lützow und überreichte ihm das vor einiger Zeit verliehene Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat nachstehenden Offizieren das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen:
Oberst Eberbach, Kommandeur einer Panzerbrigade, als 42. Soldaten der deutschen Wehrmacht,
Oberst Scheidies, Kommandeur einer Infanterieregiments, als 43. Soldaten der deutschen Wehrmacht,
Oberleutnant Buchterkirch, Kompaniechef in einem Panzerregiment, als 44. Soldaten der deutschen Wehmacht,
Kapitän zur See Rogge, Kommandant eines Hilfskreuzers, als 45. Soldaten der deutschen Wehrmacht,
Hauptmann Pelß, Gruppenkommandeur in einem Kampfgschwader, als 46. Soldaten der deutschen Wehrmacht,
Die Beliehenen erhielten folgendes Telegramm des Führers:
"In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Montag, Juli 10, 2006

Nazi-Zahlenmystik auf Geldschein


In meiner Sammlung alter Geldscheine habe ich unter anderem drei dieser 5 Reichsmarkscheine.

Bei einer genaueren Betrachtung sieht man zwei Seltsamkeiten auf dieser Note der deutschen Reichsbank. Die Nummer bzw. Zahl Acht wird laut okulten Historikern hier mit dem achten Buchstaben des Alphabets gleich gesetzt. Wenn man sich das große F genauer anschaut erkennt man, daß zwischen den waagerechten Strichen und links vom senkrechten Strich je eine dieser Zahl zu sehen ist. Laut meinen Recherchen kann man davon ausgehen, dass mit dem Doppel-H eine ideologische Bedeutung verbunden ist. Da nicht nur der Name des Tyrannen, sondern auch auch dessen Gruß mit dem achten Buchstaben beginnen, ist hier eindeutig die Ehrerbietung der deutschen Reichsbank an ihren Diktator in dem großen F zu sehen.

Die beiden anderen Achten, die sich uns hier senkrecht in der Form des Unendlichkeitszeichen zeigen (eine über dem kleinen "f", die andere über den kleinen "h" des Wortes Reich), weisen vermutlich auf das ewige Reich hin. Ein Punkt in der Ideologie der Nazis. Aber das wäre rein spekulativ.

Ich würde zwei von diesen Geldscheinen gerne abgeben bzw. tauschen.

Dienstag, Mai 23, 2006

Der vorletzte Kriegstag

General Wenck bezweifelte, ob angesichts einer überwältigenden sowjetischen Übermacht der Entsatz Berlins noch möglich sein werde. Aber die Befreiung der 9. Armee des Generals Busse sowie der mit ihr eingeschlossenen Flüchtlinge machte den Angriff der 12. Armee in seinen Augen unausweichlich. Er schrieb nach dem Krieg darüber: »Es muß erwähnt werden, daß sich im Laufe der Kämpfe Tausende und Abertausende von Flüchtlingen aus den verlorengegangenen Ostgebieten, aus Schlesien, aus dem Oder- und Wartheraum, aus Pommern und anderen Gegenden in den Schutz unserer Armee retteten. Sie wollten das westliche Deutschland erreichen. Der Soldat, der diese grauenerregenden Bilder sah, die Schilderungen der gequälten Menschen vernahm, die nach dem Verlust von all´ ihrer Habe, nach den Erlebnissen der ersten russischen Besetzung geflüchtet waren, der stellte sich noch einmal in bewundernswürdiger Tapferkeit dem Feind. Auch wenn die Lage aussichtslos war, kämpfte er, um durch seinen Einsatz diesen Menschen - in der überwiegenden Masse Frauen und Kinder - den Weg nach Westen zu ermöglichen.

Darin lag auch der tiefere Sinn des erschütternden Heldentums der letzten, der jüngsten Soldaten unseres Vaterlandes in den April- und Maitagen 1945. Und ihr Einsatz hat sich gelohnt, wenn auch diese letzte deutsche Armee das Schicksal nicht zu ändern vermochte.«

Die 12. Armee kämpfte sich aus ihrem Bereitstellungsraum nach Osten durch immer stärkere Verbände der Sowjets. Am Nachmittag des 28. April befreite sie die mit 3.000 deutschen Verwundeten belegten Heilstätten von Beelitz südlich Potsdam und brachte mit ihren Fahrzeugen die nicht Marschfähigen im Pendelverkehr bis zur Elbe. Die bereits eingeschlossenen 20.000 Soldaten des Verteidigungsbereichs Potsdam unternahmen einen Ausbruch und vereinigten sich mit Verbänden der 12. Armee. Währenddessen kämpften sich die Reste der 9. Armee gegen starken sowjetischen Widerstand langsam nach Westen, der bereits in ihren Flanken heftig angegriffenen 12. Armee entgegen. Ihre Spitze bildete ein einziger noch einsatzfähiger Tiger-Panzer. Am Morgen des 1. Mai gelang die Vereinigung der beiden Armeen. Etwa 30.000 Menschen, darunter mindestens 5.000 Flüchtlinge, wurden von den Truppen des Generals Wenck aufgenommen und nach Westen geschafft. Ein Durchbruch nach Berlin war jedoch nicht mehr möglich.

General Wenck sah seine wichtigste Aufgabe nun darin, die etwa 100.000 Mann seiner Armee, die 25.000 Mann der 9. Armee, die Soldaten aus dem Verteidigungsbereich Potsdam sowie unzählige Verwundete und Flüchtlinge an die Elbe und dort in die amerikanisch besetzte Zone zu bringen. In Verhandlungen lehnten es die Amerikaner jedoch ab, Zivilisten über die Elbe zu lassen. Die nachdrängenden Sowjets beschossen jedoch von den Amerikanern besetztes Gebiet, die sich darauf hin nach Westen zurückzogen. Das gab der 12. Armee die Möglichkeit, auch die von ihr beschützten Flüchtlinge über den Strom zu bringen.

Nachhuten der 12. Armee deckten den Rückmarsch und verhinderten den sowjetischen Vormarsch, bis alle Verwundeten, Soldaten und Zivilisten die Elbe überquert hatten. Entgegen den mit den Amerikanern getroffenen Vereinbarungen wurden sie dann aber als Kriegsgefangene an die Sowjets ausgeliefert.

Mit den letzten seiner Soldaten ging am 7. Mai bei Ferchland General Wenck über die Elbe. Er wurde dabei schon von Rotarmisten beschossen.

Der Stabschef der deutschen 12. Armee, Oberst i.G. Reichhelm, faßte nach dem Krieg den Einsatz der Truppe wie folgt zusammen: »Rückblickend muß festgestellt werden, daß dieser letzte Kampf in soldatischer Pflichterfüllung für das deutsche Volk würdig beendet worden ist und den jungen, vier Wochen vorher noch kampfungewohnten Soldaten noch einmal der Glaube an Moral und Disziplin gestärkt wurde.«

Insgesamt konnten etwa 100.000 Soldaten zwischen Havelberg und Ferchland sowie Zehntausende von Zivilisten über die Elbe gebracht werden. Einen Tag später war der Krieg zu Ende

Montag, Mai 22, 2006

Karte der Frontlinie




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Donnerstag, Mai 18, 2006

Der Schlüssel für Berlin lag an der Oder


Hier findet man ein sehr gut geschriebenes Kriegstagebuch zum Thema Operation Berlin, einfach mal selber schauen, nachfolgend ein Auszug.

Der Schlüssel für Berlin lag an der Oder

16. April 1945: Die Rote Armee startet ihre Schluß-Offensive / Oderbruch - größtes Schlachtfeld auf deutschem Boden

Der 16. April 1945 war erst wenige Stunden alt, als Geschützdonner die Stille über der Oder zerriß. Mit einem Feuerschlag von bisher unbekannter Stärke begann die Rote Armee ihre Schluß-Offensive gegen Hitler-Deutschland. 143 Flakscheinwerfer flammten auf, sie sollten das soeben noch nachtdunkle Gefechtsfeld in gleißendes Licht tauchen. Flugzeuge jagten heulend über den Strom und warfen im Hinterland ihre Bombenlast auf Stäbe und rückwärtige Einrichtungen des Gegeners.

Für die Berliner Operation, die auf einem Abschnitt von über 300 Kilometern von drei Fronten (vergleichbar den deutschen Heeresgruppen) vorgetragen wurde, waren nach sowjetischen Angaben zweieinhalb Millionen Mann, 6 250 Panzer, 41 600 Geschütze und Granatwerfer, Selbstfahrlafetten sowie 7 500 Kampfflugzeuge zusammengezogen worden - eine heute fast unvorstellbare Massierung. "Wir durften kein Risiko eingehen, denn sowohl die politischen als auch die militärischen Folgen eines Mißerfolges in der Schlußetappe des Krieges konnten für uns nicht wiedergutzumachende Auswirkungen haben", bekannte später der im Generalstab tätige Armeegeneral Schtemenko. Die Kräfte wurden im Abschnitt der 1. Belorussischen Front konzentriert, deren Führung nicht zufällig der seine Ziele mit äußerster Härte verfolgende fähigste Feldherr Stalins, Marschall G. K. Shukow, übertragen bekam. Für die Sowjets war klar: Der Schlüssel für Berlin lag an der Oder.

Stalins Befehl galt

Ende März hatte Stalin die rivalisierenden Marschälle Shukow und I. S. Konew, Oberbefehlshaber der 1. Ukrainischen Front, nach Moskau befohlen und ihnen harte Termine gestellt: Beginn der Offensive nicht später als am 16. April, Abschluß nach 12 bis 15 Tagen mit der Einnahme der Reichshauptstadt Berlin. Stalin war sich sicher, daß jeder der beiden Heerführer für sich alles daransetzen würde, mit seinen Truppen als erster in Berlin zu sein.

Nun, an jenem 16. April, war die 1. Belorussische Front unter Shukow aus dem westlich Küstrins gelegenen, seit Ende Januar auf mehr als 300 km2 erweiterten Oder-Brückenkopf zu ihrer Schlußoffensive angetreten. Nur wenige Stunden später folgte an der Neiße die 1. Ukrainische Front. Fünf Tage darauf griff die 2. Belorussische Front unter Marschall K. K. Rokossowski an der Unteroder an. Auch starke polnische Verbände gingen in den Kampf.

Den direkten Weg nach Berlin deckte die von General Theodor Busse geführte 9. Armee der Wehrmacht. Zusammen mit der 3. Panzerarmee bildete sie die Heeresgruppe Weichsel. Rechts neben ihr stand die zur Heeresgruppe Mitte zählende 4. Panzerarmee. Auch das deutsche Oberkommando hatte alles an Menschen und Kriegsmaterial, das im Frühjahr 1945 noch zur Verfügung stand, an Oder und Neisse konzentriert. "Für den Generalstab war klar, daß die Schlacht um Berlin an der Oder entschieden wird", bekannte der Chef des Wehrmacht-Führungsstabes, Generaloberst Jodl, später.

In den Monaten Februar/März war das Gebiet zwischen der Oder und Berlin in einen massiv befestigten Raum umgewandelt worden. Drei Verteidigungsgürtel durchzogen das Land. Seen, Flüsse, Kanäle und Wälder waren als natürliche Sperriegel in das Verteidigungssystem einbezogen. Das im Frühjahr stark aufgeweichte Oderbruch würdedas Vordringen schwer machen. Die wenigen befestigten Straßen waren durch Panzergräben und Minensperren für die sowjetischen Truppen zu gefährlichen Fallen geworden. Dennoch - vor Ort machte man sich auf deutscher Seite über den Ausgang des Kampfes kaum Illusionen.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Krieg gestanden sowjetische Offiziere ein, daß die Führung zu wenig über die Verteidigung der deutschen Seite, insbesondere auf den Seelower Höhen, wußte. Shukow äußerte vorsichtig: "Bei der Vorbereitung der Operation hatten wir den Charakter des Geländes der Seelower Höhen etwas unterschätzt " Dafür zahlten damals seine Truppen ebenso wie für das "Ausleuchten des Schlachtfeldes" einen hohen Blutzoll. Am ersten Tag der Schlacht gelang es ihnen trotz härtesten Einsatzes nicht einmal, einen entscheidenden Einbruch in die deutsche Verteidigungslinie zu erzielen, geschweige denn die Seelower Höhen zu nehmen. Statt dessen lagen am Abend unterhalb der Höhen über 200 abgeschossene Panzer. Shukow hatte die Panzerarmeen voreilig zum Einsatz gebracht, er glaubte, so den Durchbruch erzwingen zu können.

Zeitplan gefährdet

Der Marschall, der Stalins Zeitplan unterbieten und eine Operationsdauer von nur 11 Tagen vorgesehen hatte, versprach diesem nun, die Höhen am nächsten Tag zu nehmen. Am Abend hatten die Angreifer aber noch immer nicht das Ziel des ersten Tages erreicht. Die deutschen Truppen hatten sich in den gut ausgebauten Verteidigungsanlagen buchstäblich eingegraben. Nun drohte selbst Stalins Zeitplan ins Wanken zu geraten. Erst am dritten Tag, als die Schlacht ihren Höhepunkt erreichte, entschied sich das blutige Ringen um die Seelower Höhen. Als der 19. April zu Ende ging, stand es fest: Die Oderlinie war für die Verteidiger der Reichshauptstadt verloren.

Verbissene Gegenwehr

Noch aber standen den sowjetischen Truppen schwere Kämpfe bevor. Noch war Berlin nicht erreicht. Und im Führerbunker unter der Reichskanzlei wartete man, völlig unfähig, die Lage realistisch einzuschätzen, auf ein Wunder. Volkssturm und Hitlerjugend wurden zur Verstärkung an die Front geworfen, in einen Kampf, der schon verloren war. Das Oderbruch wurde zum größten Schlachtfeld des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden.

Die Verluste waren auf beiden Seiten immens - genaue Zahlen sind schwer zu errechnen. Nach sowjetischen Angaben fielen im Oderbruch allein am 16. und 17. April 12 000 deutsche Soldaten - und das nur vor einem Teil der 1. Belorussischen Front. Die Rote Armee bezifferte ihre Verluste bei der Oderschlacht auf 33 000 Mann.

Mittwoch, Mai 17, 2006

Weitere Details zur Operation Berlin

Die Provinz Brandenburg gehörte, abgesehen von den Großstädten, zu den am stärksten zerstörten Gebieten Deutschlands, denn hier, im Raum zwischen Oder und Elbe, fand der "Endkampf um das Reich" statt. Um Berlin gegen den Angriff der Roten Armee zu schützen, war das Gebiet zwischen Oder und Berlin in einen befestigen Raum verwandelt worden. Mit Beginn der sowjetischen Offensive am 16. April 1945 entwickelten sich im Raum der Seelower Höhen erbitterte und für beide Seiten verlustreiche Kämpfe, die sich mit gleicher Härte im eingeschlossenen Berlin bis zum 2. Mai fortsetzten.
Im südostwärts von Berlin gelegenen Waldgebiet bei Halbe spielte sich im April 1945 ein besonderes Drama ab. Hier befanden sich etwa 200 000 deutsche Soldaten sowie eine große Zahl von Zivilisten in einem Kessel. Ihre Ausbruchsversuche verliefen äußerst blutig, die Verluste waren sehr hoch.
Die seit März 1945 im Raum Dessau formierte 12. Armee (Armee Wenck, vorwiegend bestehend aus den Jahrgängen 1928/29) griff im April in Richtung Potsdam an, um das eingeschlossene Berlin zu entsetzen. Der Angriff blieb jedoch unter großen Verlusten auf der Linie Ferch-Beelitz liegen. Es ergibt sich hierbei die Frage, warum viele deutsche Soldaten noch im Angesicht des verlorenen Krieges bis zuletzt heftigen Widerstand leisteten. Der Berliner Historiker Prof. Laurenz Demps verweist dabei auf Fragen, die der offenen und aufhellenden Diskussion bedürfen: "Die deutschen Truppen waren durch eine raffinierte Propaganda - unter
Nutzung bekanntgewordener sowjetischer Übergriffe östlich der Oder - 'hochgepeitscht' worden." (Brandenburgische Geschichte, Berlin 1995, S. 674).
Schwere Zerstörungen und Verluste durch Kämpfe und allierte Luftangriffe erlitten zahlreiche Städte: Potsdam, Cottbus, Frankfurt, Brandenburg, Seelow, Prenzlau, Lübben, Rathenow, Oranienburg, Guben, Forst und andere. Es steht fest, daß sich das Morden und Zerstören fortgesetzt hätte, wenn es nicht gelungen wäre, Nazideutschland zur Aufgabe zu zwingen. Die Kommunistische Partei Deutschlands hatte völlig recht, als sie in ihremrsten Aufruf nach der Illegalität am 11. Juni 1945 erklärte: "Die Welt ist erschüttert und zugleich von tiefstem Haß gegenüber Deutschland erfüllt angesichts dieser beispiellosen Verbrechen, dieses grauenerregenden Massenmordens, das von Hitlerdeutschland als System betrieben wurde. Wäre Gleiches mit Gleichem vergolten worden, deutsches Volk, was wäre mit dir geschehen?"
(Dokumente zur Geschichte der SED, Band 2 1945 bis 1971, Berlin 1971,
S. 9).

Die "Berliner Operation"

Am 16. April begann die Rote Armee ihre letzte Offensive zur Beseitigung des faschistischen Deutschland. Knapp drei Tage später , am 19. April 1945, durchstieß sie die letzte geschlossene Frontlinie, die Wehrmacht und Waffen-SS aufgebaut hatten, an mehreren Stellen, Eilends entgegengeworfene Reserven konnten die Lücken nicht mehr stopfen, zumal den sowjetischen Schlachtfliegern die uneingeschränkte Luftherrschaft gehörte. Deutsche Truppenverbände, die noch an der Oder standen, gerieten in Gefahr abgeschnitten zu werden und begannen sich – trotz anderslautenden Befehlen aus der Reichskanzlei – zurückzuziehen.

Doch den Befehl, sich dann nach Berlin zu begeben, befolgten nur die Verbände, die nicht anders konnte. Der Rest suchte mehr oder weniger schnell nach Westen zu entkommen, um nicht in sowjetische Gefangenschaft zu geraten. Der Auflösungsprozeß des „Dritten Reiches“ hatte sein Endstadium erreicht.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Krieg an den anderen Fronten in Europa in seiner Agonie. Die Verbände der Westalliierten, die seit dem 23. März über den Rhein vorgestoßen waren, hatten dort längst nicht mehr mit einer geschlossenen Abwehrfront zu kämpfen, sondern stießen oft ungehemmt vor. Nur an einzelnen Punkten versuchten fanatisierte Wehrmachtseinheiten noch Widerstand zu leisten. Mitte April standen die Westalliierten teilweise an der Elbe, sie drangen über die Westfälische Pforte bis zum Harz vor, standen bei Leipzig, wo ihnen der Stadtkommandant noch am Völkerschlachtdenkmal einen absurden Kampf liefern ließ. In Italien war die front seit dem 10. April in Bewegung und nach der Einnahme Bolognas waren die deutschen Verbände weiträumig auf dem Rückzug Richtung Po. Vorbei war es nun auch mit Mussolinis „Republik von Salo“, deren letzte Repräsentanten in der Nähe von Como in Gefangenschaft gerieten und – nach ihrer Hinrichtung – an einer Tankstelle in Mailand aufgehängt wurden. Auch die deutsche Front im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet war zusammengebrochen. Doch auch nach dem Fall Wiens tönte die Goebbels-Propaganda noch: „Berlin bleibt Deutsch und Wien wird wieder Deutsch.“ Doch es waren alles nur noch hohle Phrasen.

Die Rote Armee war – vom deutschen Ufer der Oder gut einsehbar – mit drei „Fronten“ (Heeresgruppen) an der Oderlinie angetreten. Im Süden stand die 1. Ukrainische Front unter Marschall Iwan Konjew, deren operatives Ziel es war, südlich Berlin bis zur Elbe durchzustoßen, daneben die Operationen im Raum Berlin von Süden her zu unterstützen. Im Mittelabschnitt stand die 1. Belorussische Front unter Marschall Grigorij Schukow, die frontal auf Berlin vorgehen sollte. Im Norden war die 2. Belorussische front unter Marschall Konstantin Rokossowski angetreten, die nach Mecklenburg vorstoßen sollte, ebenfalls mit dem Ziel, dort noch stehende deutsche Verbände zu binden und an Entsatzversuchen für Berlin zu hindern. Die deutsche Heeresgruppe Weichsel, deren Oberbefehl seit Mitte März Generaloberst Gotthard Heinrici (als Nachfolger Himmlers, der sich krank gemeldet hatte) übernommen hatte, stand ebenfalls in drei Gruppierungen, die offiziell noch die Bezeichnung „Armee“ trugen, aber weit unter den Sollstärken blieben. Im Norden stand die 3. Panzerarmee unter General Hasso von Manteuffel, der in der Ardennenoffensive den Mittelabschnitt kommandiert hatte, weiter im Süden die 9. Armee unter General der Infanterie Theodor Busse, dessen Einheit Hitler noch im März seinen letzten Frontbesuch abgestattet hatte, und im Süden kommandiert Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner die Heeresgruppe Mitte, der noch die 4. Panzerarmee zur Verfügung stand.

Heinrici hatte das Odertal de facto bereits aufgegeben und dort nur schwache Sicherungstruppen zurückgelassen, um den zu erwartenden Artillerieangriff der Roten Armee ins Leere laufen zu lassen. Ihre „Strategie“ war, den ersten sowjetischen Angriff verpuffen zulassen und die eigenen Truppen hinter den Hügeln, die als „Seelower Höhen“ bekannt geworden zu sind, zu massieren, um von dort die vordringenden Angreifer unter Feuer zu nehmen. Danach war nur noch Halten vorgesehen, erstens weil so die Befehle Hitlers lauteten, der wie immer angeordnet hatte, „keinen Meter deutschen Bodens“ aufzugeben und zweitens, weil kaum noch Reserven für eine bewegliche Kriegführung vorhanden waren, so daß in unmittelbarer Folge eines Durchbruchs nur noch der direkte Kampf um die Reichshauptstadt zu führen war.

Doch dem Hauptstoß der 1. Belorussischen Front, die mit 9 Armeen, 2 Panzerarmeen und 2 Luftarmeen auf einer Breite von 44 km angetreten war, hatten die Truppen Heinricis, trotz immenser Verluste der sowjetischen Angreifer, auf die Dauer nicht viel entgegenzusetzen. Bereits am 18. April hatte die 8. Gardearmee einige Zwischenstellungen bei Seelow durchbrochen und die 47. Armee drang in Wriezen ein, etwa am 19 April durchbrach die 1. Gardepanzerarmee die Oderfront bei Müncheberg und drang in den „operativen Raum“ ein. Zur gleichen Zeit gelang ein dritter Durchbruch gegen Schörners Verbände in der Lausitz und der operative Vormarsch auf Berlin hatte begonnen. Zwar hatte Hitler mehrere Gegenangriffe befohlen, aber seine Truppen konnten und wollten wohl auch nicht mehr. Dem Befehl, alles sonstigen Kampfhandlungen abzubrechen und nach Berlin zu kommen, befolgten nur die an der Ostfront stehenden Truppenteile, denen die Vorstöße der Roten Armee keine andere Wahl ließ wie das LVI. Panzerkorps des Generals Weidling, der am 23 April zum Stadtkommandanten von Berlin ernannt wurde, und eine Freiwilligentruppe der französischen Waffen-SS –Division Charlemagne.

In der Propaganda spielten auch die „Armee Wenck“ (12. Armee), die 9. Armee, „Wlassow“ und das „Germanische Korps“ (Felix Steiner) eine Rolle. Doch das waren Chimären. Die 12. Armee stieß nur bis nach Ferch am Südufer des Großen Schwielowsees vor, blieb dann dort stehen und als die Potsdamer Garnison zu ihr durchbrach, war an einen Entsatz Berlins ohnehin nicht mehr zu denken. Die 9. Armee arbeitete sich als „Wandernder Kessel“ nach Westen vor, doch nur einige Spitzengruppen erreichten ihr Ziel, die Vereinigung mit der 12. Armee, der Rest wurde (General Busse hatte sich da längst abgesetzt) mit zahlreichen Flüchtlingen bei Halbe (noch heute ein Ziel faschistischer Wallfahrer) vernichtet. Felix Steiner ließ seine SS-Einheiten gar nicht erst antreten und die russische konterrevolutionäre Armee des Generals Wlassow hatte sich Mitte April von der Oderfront abgesetzt und war in die Tschechoslowakei gezogen, um dort in amerikanische Gefangenschaft zu gehen und womöglich gemeinsam mit den Amerikanern weiter gegen die UdSSR zu kämpfen. Am 20. April erreichten sowjetische Einheiten – pünktlich zu „Führers Geburtstag“ den Stadtrand von Berlin und begannen mit der Beschießung der Innenstadt. Am 25. April wurde der Ring um Berlin endgültig geschlossen. Schon vorher waren die wichtigsten Reichsbehörden aus Berlin verlagert worden, auch die Spitzen des faschistischen Regimes hatten sich nach dem 20. April, als sie letztmals bei Hitler zur „Geburtstagsfeier“ zusammenkamen, aus Berlin abgesetzt. Während sich Göring nach Berchtesgaden absetzte, suchte Himmler von seinem Hauptquartier bei Werneuchen aus neue Beziehungen zu den Westmächten.

Dabei kam es zu der wohl absurdesten Begegnung dieser Endphase des Krieges. Auf Vermittlung eines Mitarbeiters traf der Reichsführer SS auf dem Gut Harzwalde den Vertreter des Jüdischen Weltkongresses, Norbert Masur, um über das weitere Verfahren zu verhandeln. Nachdem er lang und breit die Gründe für den Kampf der Nazis gegen die Juden dargelegt hatte, schlägt Himmler vor, „Juden und Nationalsozialisten (sollten) nun endlich das Kriegsbeil begraben...“. Dazu kommt es natürlich nicht, doch immerhin erreicht es Masur, daß die Nazis 7 000 Frauen – bei weitem nicht alle davon „jüdisch“ – aus dem Frauenkonzentrationslager weglassen. Die „Aktion Weiße Busse“ beginnt, doch manche der scheinbar Befreiten fallen alliierten Tieffliegern zum Opfer, die von der Aktion nicht wußten und alles angriffen, was sich auf den Straßen des deutschen Restreiches bewegte. Himmler wird diese Aktion natürlich nichts mehr nützen. Nachdem seine Versuche, einen Platz in der von Hitler eingesetzten Regierung Dönitz unterzukommen, scheitern, taucht er unter, wird später als Kriegsgefangener verhaftet, bald verpfiffen und begeht schließlich Selbstmord.

In Berlin ziehen sich die Kämpfe noch bis zum 2. Mai hin. Kern der Nazitruppen sind jetzt das LVI. Panzerkorps, die 9. Fallschirmjägerdivision, die Panzerdivision Müncheberg, die SS-Panzerdivision Nordland und die 20. Panzergrenadierdivision. Dazu kamen noch die 18. Panzergrenadierdivision auf dem Flughafen Tempelhof sowie die „Brigade Mohnke“ im Verteidigungsabschnitt „Zitadelle“, dem Regierungsviertel. Heftige Kämpfe gibt es noch um den Reichstag und den Kampfabschnitt um die Reichskanzlei, in der Hitler am 30. April 1945 gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau Eva braun Selbstmord beging. Insgesamt hat die „Berliner Operation“, die am 2. Mai mit der offiziellen Kapitulation der Berliner Garnison endet, der Roten Armee 300 000 Tote gekostet. Doch noch Tage nach dem 2. April muß die Rote Armee gegen einzelne Fanatiker vorgehen, die Hitlers Befehl, nicht zu kapitulieren, bis zuletzt befolgen.

Das Hitlerreich überlebt den Fall Berlins nur um wenige Tage. Am 7. Mai unterzeichnet Generaloberst Jodl in Reims die Gesamtkapitulation vor den Westmächten, was Generalfeldmarschall Keitel am 8. Mai (genau genommen am 9. Mai kurz nach Mitternacht) in Berlin-Karlshorst wiederholt. Die „Regierung Dönitz“ überlebt auch nicht mehr lange. Ohre Vertreter, darunter Dönitz, Jodl und Speer, werden Ende Mai in Plön verhaftet und in den Tagen bis zum 15. Mai stellen alle deutschen Truppen den Widerstand ein.

Montag, Mai 15, 2006



Weitere Luftbilder von der Bombadierung Seddins.

Zusammensetzung 12. deutsche Armee

Die 12. Armee, auch Armee „Wenck“ nach ihrem Oberbefehlshaber Walther Wenck genannt, wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 von der Deutschen Wehrmacht aufgestellt. Sie war die Armee mit den jüngsten Soldaten der Wehrmacht und eine der letzten Hoffnungen Hitlers im Kampf gegen Sowjets und Amerikaner.

Aufstellung
  • Armee-Oberkommando (AOK)
  • Armee- und Panzerkorps
    • XX. Armeekorps
    • XXXXI. Panzerkorps
    • XXXIX. Panzerkorps
    • XXXXVIII. Panzerkorps
  • Divisionen
    • RAD-Divisionen
    • Infanteriedivision „Friedrich Ludwig Jahn“
    • Infanteriedivision „Theodor Körner“
    • Infanteriedivision „Ulrich von Hutten“
    • Infanteriedivision „Scharnhorst“
    • Infanteriedivision „Schill“
    • Infanteriedivision „Potsdam“
  • andere Verbände
    • 1. Panzervernichtungsbrigade „Hitlerjugend“
    • Freikorps „Adolf Hitler“
    • Fahnenjunker-Schule für Pioniere I (West)
    • Sturmgeschützbrigade 1170
    • Sturmgeschützbrigade 243
    • Panzerjagdabteilung 3

Donnerstag, Mai 11, 2006

Die Niederlage der 12. Armee bei Ferch führte zum Selbstmord Hitlers und besiegelte das Kriegsende (07.05.05)

Schwielowsee - Als Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel am 8. Mai 1945 in Karlshorst die Kapitulation Deutschlands unterzeichnete, schwiegen in der Fercher Heide und in den Wäldern um Beelitz und Fichtenwalde erst seit einigen Tagen die Waffen. Noch bis zum 1. Mai hatten hier erbitterte Kämpfe getobt. Regisseur Oliver Hirschbiegel hat in „Der Untergang“ die Hoffnungen Hitlers dokumentiert, dass von Ferch aus der Belagerungsring um Berlin noch durchbrochen werden könnte. Ein Funkspruch über die Niederlage der Armee Wenck soll Hitlers Selbstmord ausgelöst haben. Sein letzter Funkspruch, viereinhalb Stunden vor seinem Tod, galt General Walther Wenck.

Am 27. April war dessen 12. Armee von ihrem Bereitstellungsraum Brück-Belzig in Richtung Schwielowsee vorgedrungen. Dabei erreichte „die letzte deutsche Reserve“ Anfangserfolge. Der Wehrmachtsbericht vom 27. April feierte sie als von Westen „schwungvoll angreifende junge Divisionen“, die den Raum von Beelitz erreichten und dort „in schweren Waldkämpfen mit den Sowjets“ standen. Tags darauf warfen sie „den Feind in erbittertem Ringen auf breiter Front zurück und haben Ferch erreicht“.

Die zahlenmäßig und waffentechnisch weit überlegene sowjetische 4. Gardepanzerarmee unter Generaloberst Leljuschenko bot alles auf, um den in Richtung Caputh und Michendorf fortgesetzten deutschen Angriff zu stoppen. Das gelang unter schweren Verlusten an der Autobahnstrecke nach Berlin, und so musste Generalfeldmarschall Keitel Hitler in einem Funkspruch melden, dass „die Spitze Wenck südlich des Schwielowsees“ festliege und „den Angriff auf Berlin nicht fortsetzen“ könne.

Die Armee hielt bis 1. Mai ihre Stellungen in den märkischen Wäldern. In Beelitz fing sie Reste der aus dem Kessel von Halbe ausgebrochenen 9. Armee auf, die nach Beschuss von Zauchwitz und grauenhaften Nahkämpfen auf dem Beelitzer Friedhof die Sowjettruppen nach Wittbrietzen zurückgedrängt hatte, um zu Wenck zu gelangen. Auch nach der Eroberung durch die Rote Armee aus Potsdam flüchtende Einheiten stießen zu General Wenck.

Mit ihm setzte man sich an die Elbe ab, um sich westalliierten Truppen zu ergeben. Viele der Wenck-Divisionen waren aus 16- oder 17-Jährigen zusammengewürfelt. Es heißt, dass der junge General sich gegen die letzten Befehle aus dem Führerbunker entschied, die Jugendlichen nicht sinnlos zu opfern.

Am Schluss war es Wencks Truppen noch gelungen, durch ihre Infanteriedivision „Scharnhorst“ aus Lazaretten in Beelitz-Heilstätten etwa 3000 Verwundete und das Personal zu evakuieren. Angesicht der brutalen Übergriffe der Sieger, die auch aus deutschen Kriegsgräueln in der Sowjetunion und der russischen Hassprogaganda resultierten, rettete diese Aktion vielen Menschen das Leben. Die Kampfhandlungen spielten sich weitgehend außerhalb der Ortschaften ab, so dass Belzig, Werder und die meisten anderen Städte und Dörfer im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark vergleichsweise geringe Schäden erlitten. In den Wäldern ließen sie dagegen Tausende gefallener Soldaten zurück, die in vielen Fällen als bis heute „unbekannte Tote“ notdürftig verscharrt wurden. 60 Jahre nach Kriegsende sind noch immer viele Schicksale ungeklärt. Dazu trug auch die Tatsache bei, dass das SED-Regime die sowjetischen Sieger als Befreier vom Faschismus ehrte, aber den deutschen Kriegstoten den Respekt verweigerte. Es bedurfte der Privatinitiative des Müncheners Ernst Rose, dessen 18-jähriger Bruder 1945 bei Neuseddin gefallen war, um dort 1994 ein Grabkreuz für die 80 000 in den Wäldern gefallenen deutschen und russischen Soldaten aufzurichten. Die Inschrift vermerkt auch, dass es sich bei diesen Kämpfen um die „letzte Schlacht“ des Zweiten Weltkrieges handelte. Die mörderischen Auseinandersetzungen in den Wäldern südlich Potsdams waren am Kriegsende von historischer Bedeutung. Doch im Unterschied zur Schlacht um die Seelower Höhen, der Kesselschlacht von Halbe und der Eroberung Berlins und auch Potsdams ist ihre Dokumentation und Darstellung bisher lückenhaft. Detaillierte Angaben sind vor allem dem Neuseddiner Heimathistoriker Hans Rinza zu verdanken, der als junger Volkssturmmann Zeitzeuge der Ereignisse war und seine Erlebnisse durch Archivstudien objektiviert hat. Wünschenswert wäre, wenn das Militärgeschichtliche Forschungsamt oder der (deutschlandweit einzige) Lehrstuhl für Militärgeschichte an der Universität Potsdam an diese Vorarbeiten anknüpfen würde.

Erhart Hohenstein

Mittwoch, Mai 10, 2006

Zwei Flugzeugabstürze bei Michendorf: Die Abschüsse während des Zweiten Weltkrieges sind jetzt aufgeklärt


Michendorf. Fast 57 Jahre sind seit dem Ende des II. Weltkriegs vergangen, und es wird immer schwieriger, verlässliche Angaben aus dieser Zeit zu erhalten. Dankenswerter Weise gibt es eine ganze Anzahl von „Hobby-Historikern“ in vielen Regionen der Bundesrepublik, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unter anderem die Ereignisse des Luftkriegs zu erforschen. Noch gibt es viele, die ohne eine Gewissheit über das einstmalige Ende ihrer Verwandten leben müssen. Hat die Suche trotz aller Schwierigkeiten Erfolg, so bleibt wohl nur die Gewissheit als Lohn, wieder eines dieser Schicksale aufgeklärt zu haben. Erfahrungsgemäß ist aus vielen Chroniken der Dörfer und Städte wenig zu entnehmen, so auch in Michendorf, wie der PNN-Artikel „Das große Suchen“ vom 15. Januar 2002 verdeutlichte. Im Falle Michendorf gab es nicht nur einen, sondern zwei Abschüsse am 31.8./ 1.9.1943 sowie am 2./ 3. Januar 1944. Es waren keine USA-Bomber, wie angenommen, sondern zwei britische. Am 31.8./ 1.9.1943 erfolgte der zweite Großangriff auf Berlin. Alarmzeit: 23.30 - 3 Uhr. Der Anflug führte zunächst südlich an Berlin vorbei, der Abflug über Potsdam und auch Michendorf. Ein Nachtjäger schoss etwa fünf Minuten nach Verlassen des Zielgebietes die Short, „Stirling“ EE959 (BU-E) ab. Als im Rumpf Feuer ausbrach, gab der Pilot den Befehl zum Absprung. Während die Hauptteile des Bombers in den Lienewitz-See fielen, wurde der Leichnam des Feldwebels Butler 7 Kilometer entfernt bei Caputh entdeckt. Von der 7-köpfigen Besatzung überlebten nur drei. In dieser Nacht waren in England 331 „Lancaster“, 179 „Halifax“, 106 „Stirlings“ und 9 „Mosquitos“ gestartet . 20 „Halifax“, 17 „Stirling“ und 10 „Lancaster“ wurden abgeschossen. Die Großangriffe auf Berlin verstärkten sich ab November 1943. Es hatte sich erwiesen, dass die viermotorigen „Stirling“ und „Halifax“ den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen waren, was vor allem Bombenmenge und Flughöhe betraf: Erstere wurde ab November, die „Halifax“ ab Februar 1944 nicht mehr nach Berlin eingesetzt. Eine „Lancaster“ stürzte in Michendorf bei einem Angriff vom 2./3. Januar 1944, Alarm: 2.00 bis 3.24 Uhr, ab. 383 Maschinen, davon 362 Lancaster, neun „Halifax“ und zwölf „Mosquitos“, wurden eingesetzt. Der Anflug erfolgte zum Müritz-See, von dort aus in Richtung Berlin, der Abflug südlich Berlin Richtung Hannover. Beim Abflug wurde die „Lancaster“ III DV 269 (SR-M) der 101. Squadron, die zu den AEC-Maschinen mit Sonderauftrag (Störsender usw.) gehörte und deshalb nicht sieben, sondern acht Besatzungsmitglieder hatte, abgeschossen und zerschellte in Michendorf. Der im PNN-Artikel angeführte Feldwebel C.D. Brown wird als „offenbar an einer anderen Stelle beerdigt“ angeführt, wurde aber später zu den anderen drei zum Gefallenen-Friedhof Heerstraße überführt. Brown war das zusätzlich mitgeführte Besatzungsmitglied der „Lancaster“. Weil ihre Bedeutung schnell erkannt wurde, erhielt die in Michendorf abgestürzte Maschine entsprechende Bewachung. Wenn der Absturz einer weiteren Maschine laut Zeugenaussage im Sommer 1944 erfolgte, so dürfte es sich hierbei um eine deutsche Me 109 handeln. Es gibt spezielle Literatur zu den Verlusten der Royal Air Force, in der die Ereignisse Nacht, für Nacht aufgelistet sind. Die beiden angeführten Fälle von Michendorf gehören zu den inzwischen aufgeklärten, aber bei vielen der Maschinen mit den aufgeführten Besatzungsmitgliedern findet man immer wieder den traurigen Vermerk „spurlos verschwunden“, „über dem Zielgebiet, abgeschossen“ oder andere vage Vermerke, obwohl inzwischen fast 57 Jahre seit den Ereignissen vergangen sind.

Dienstag, Mai 09, 2006

Vorortbegehung


Heute habe ich mir das Ganze noch einmal vor Ort angeschaut und auch wieder einige Anwohner befragt. Das Ergebnis präsentiere ich in diesen und den nächsten Beiträgen.
Ich war auch bei dem alten Bahnübergang von "Bude 59" und habe das Kreuz gefunden.




Auf dem Schild steht geschrieben: "In diesen Wäldern verbluteten im April 1945 80.000 Gefallene in der letzten Schlacht des Krieges 1939 - 1945".


Hier einmal die Karte des Zielgebietes aus dem WKII.
Quelle: Deutsche Reichsbahndirektion 1943

Der kleine Lienewitzsee ist hier gar nicht eingezeichnet, aber als Überblickskarte ist doch alles gut zu erkennen. Der Bahndamm zwischen Ferch Lienewitz und Geltow ist immer noch der selbe wie damals. Rechts und Links des Dammes sieht man in den Wäldern immer noch überall die Schützengräben und Stellungsanlagen.

Montag, Mai 08, 2006

In Neuseddin (Potsdam-Mittelmark) wurde auf dem Friedhof 1947 ein Findling
aufgestellt, der die Inschrift trug:
„HIER RUHEN / 36 FREMDARBEITER VERSCHIEDENER NATIONEN / APRIL 1945“.
Hier wurde noch der in der Nazizeit übliche Terminus „Fremdarbeiter“ benutzt.Tatsächlich war die Zahl der hier beigesetzten ausländischen Opfer des Nationalsozialismus höher. Sie wurde viele Jahre lang mit 57 angegeben, ist aber nicht genau festzustellen, weil es Umbettungen gab und weil viele der hier in einem Massengrab Beerdigten nie in Neuseddin registriert waren. Neben Zwangsarbeitern, die hier in einem Lager der Reichsbahn zur Arbeit eingesetzt waren, wurden auch KZ-Häftlinge aus einem Transportzug beigesetzt, der am 20. 4. 1945 am Rangierbahnhof Seddin in einen Bombenangriff geraten war. Die Toten waren vor allem jüdische Frauen.
Auch drei später exhumierte amerikanische Piloten sind hier beigesetzt worden.
An dem Massengrab steht ein Kreuz aus Blechrohren. In den siebziger Jahren wurde der Findling gegen einen großen Gedenkstein ausgetauscht, auf dem steht:
„ZUM EHRENDEN / GEDENKEN DEN OPFERN / DER FASCHISTISCHEN / BARBAREI / HIER RUHEN / SOWJETISCHE KRIEGS- / GEFANGENE, JÜDISCHE / FRAUEN
UND MÄDCHEN, / ZWANGSARBEITER VERSCHIEDNER NATIONEN“.

Die Grabanlage wurde im Jahre 2000 gärtnerisch neu gestaltet. Allerdings fiel niemandem auf, dass ein Kreuz nicht das passende Gedenkzeichen für ein Massengrab ist, in dem vor allem Jüdinnen liegen.
Auf dem Friedhof von Neuseddin gibt es noch ein Einzelgrab, an dem sich eine Kunststofftafel mit der Inschrift befindet: „ZIVILIST TICHON JEFIMOFF/ GEB. AM 16.6.1899/ GESTORBEN AM 20. 10. 44“.
In Beelitz (Potsdam-Mittelmark) gibt es an der Straße in Richtung Beelitz-Heilstätten seit 1947 einen sowjetischen Soldatenfriedhof, auf dem über 800 Menschen beigesetzt wurden, neben gefallenen Soldaten auch sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Kinder.
Außerdem gibt es auf diesem Friedhof an einem eingefassten Gemeinschaftsgrab in Form eines Sowjetsterns eine liegende Tafel, auf der die Inschrift in russischer Sprache zu lesen ist: „HIER SIND 23 UNBEKANNTE SOWJETISCHE MÄDCHEN BEIGESETZT, / DIE VON DEUTSCHEN FASCHISTEN GRAUSAM ZU TODE GEQUÄLT WURDEN“.
Die jungen Frauen gehörten mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Häftlingstransport, der am 20. 4. 1945 am Rangierbahnhof Seddin in einen Bombenangriff geraten war. Einige Frauen kamen dabei um, andere flohen in den Wald, wo sie erschossen wurden. Etwa 25 Frauen aus diesem Transport sollen im Wehrmachts-Lazarett Beelitz-Heilstätten verstorben sein. Es sollen nicht nur sowjetische jüdische
Frauen, sondern auch polnische Jüdinnen aus Lodz gewesen sein, die in der Rüstungsindustrie in einem Außenlager des KZ Buchenwald gearbeitet hatten. Nach spärlichen Quellen waren die Jüdinnen zunächst in Fichtenwalde beigesetzt, wurden am 7. 2. 1952 hierher umgebettet.
Nun liegen sie also hier, auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof zwischen Hunderten gefallenen Soldaten, Zwangsarbeitern, in Deutschland geborenen und gestorbenen Kindern unter Kies, Betonplatten und dem Zeichen eines Sowjetsterns.
Man sollte die Spuren ihrer gewaltsam beendeten Leben suchen und die Bruchstücke von Erinnerung zusammentragen. Man sollte ihnen ein Zeichen setzen, das zu ihnen passt.
Die Stadt Beelitz hat nichts gegen Gedenkzeichen, im Gegenteil. Am Kirchplatz von Beelitz, neben der 1871 gepflanzten „Deutschen Eiche“ steht seit 1990 ein junger Baum, die „Einheitseiche“. Auf einem kleinen Gedenkstein ist zu lesen: „GEPFLANZT AM TAGE DER DEUTSCHEN EINHEIT / MIT DER HOFFNUNG AUF GEDEIHEN / AUCH FÜR UNSERE STADT BEELITZ / AM 3. 10. 1990“.
Dafür setzte man einen anderen Gedenkstein um auf den sowjetischen Soldatenfriedhof, in die Nähe des Grabs der jüdischen Mädchen. Vielleicht kann man auch sagen: er wurde entsorgt. Er stand jahrzehntelang in der Clara-Zetkin-Straße vor dem Finanzamt, ein behauener Naturstein, der den Häftlingswinkel zeigte und die Inschrift: „DIE TOTEN MAHNEN“.

Auswertung der britischen Luftbilder


Es gibt da gleich mehrere interessante Sachen.

Die von mir als Fragezeichen gekennzeichten Anlagen gibt es heute nicht mehr. Aber ich habe genau dieses Gebiet bereits mit Fahrrad und auch oft zu Fuß in den letzten Jahren abgesucht und mich mit einigen Leuten unterhalten.
Dieses Gebiet gilt als absolutes Tabugebiet für Sondler. Das Suchen ist dort viel zu gefährlich. Durch die Bombadierung der Verteidungsanlagen, und dem permanenten Beschuss dieser, gibt es in diesem Gebiet viele Blindgänger und andere Gefahren.

Der Ort des Todes, was heisst hier Ort, ein Gebiet des Grauen, von Havel bis Autobahn. Wo heute das Naturschutzgebiet ist...? Ja, dort wo heute Kinder in Seen spielen und Rentner wandern gehen.

Die beiden römischen Zahlen sind klar zu identifizieren, die Eins ist Michendorf, und auch klar zu erkennen ist das Zielobjekt, die Zwei ist der Güterbahnhof Seddin.

Doch jetzt wird es interessant. Die 1. ist der Lienewitzsee, ein See des heutigen Naturschutzgebiet - "Die Caputher Seen" -. Dieser See wurde unfreiwillig von einem britischen Bomberpilot als Landeplatz gewählt. Das Wrack des Flugzeugs wurde nie komplett geborgen, da es zerfallen ist, doch der Motor lag lange am Ufer herum.
Gleich daneben der viel tiefere kleine Lienewitzsee und das zwischen den Seen liegende Dorf Lienewitz. Dieses Dorf besteht heute nur noch aus 8 Häusern und sieht auf der Karte auch nicht viel anders aus. Das schönste Haus am Ort wurde einst von dem russischen Kommandanten der Potsdamer Garnison genutzt und zeigt heute immer noch die schweren Marmorbänke aus Sanssouci, die von den Siegern dort entwendet wurden.

Die drei ist eindeutig der Bahnhof Ferch-Lienewitz und somit weisst die vier auf die Bahnstrecke Seddin-Potsdam hin und markiert in etwa auch den Ort, wo heute das Kreuz an "Bude 59" steht.
Die Autobahn 10 hat inzwischen sechs Spuren und zwei Standstreifen aber ist doch klar zu erkennen.
Doch was ist das, was hier mit dem Frageichen markiert ist?
Wir können hier nur spekulieren, da heute dort nur Wald ist. Aber durch meine Nachforschungen weiß ich, dass dort Luftabwehr- und Artilleriestellungen waren, die später auch von den Russen genutzt wurden.
Heute sieht man noch die Unnatürlich tiefen Gräben und Abschirmungen in diesem Wald und auch Moorgebiet. Der Bauernwald wurde nach dem Krieg über die entrümpelten Anlagen gepflanzt.





MISSION NO. 236

SEDDIN, GERMANY

20 APRIL, 1945

The marshalling yards at Seddin, south of Berlin, were the primary target. The Group comprised the 94th C Combat Wing. Lt. Col. Smith was Air Commander.

During assembly, the 41St Combat Wing flew through the assembly area, making it necessary for the 457th to deviate to the left of course in order to avoid a collision. Consequently, the route over England was flown north of course until the Group could intercept the Wing on the last leg before the first Control Point. The 457th assembled in Wing formation and flew the remainder of the route over England in Wing formation.

The Group was in proper position in Wing and Division formation. Division assembly line was flown as briefed, except that the formation was losing time because winds were not as briefed.

Course from the Continental coast until the point of turn off of the 94th A and B Wings, was flown in Division formation and on course. As the groups ahead turned off for other targets, the 457th assumed the lead of the task force and continued on to the vicinity of the IP as briefed. The formation swung slightly right of course just prior to the IP in order to gain proper interval between squadrons.

A run was made on the primary target in squadron formation. The lead and high squadrons made a complete visual run, but the low squadron began a G-H run, which became visual after it had proceeded about one-quarter of the way down the bomb run. The MPI was identified by all squadrons at least six minutes before the BRL. No difficulties were encountered, and the bombs were dropped from 20,000 feet. Bombing results were observed to be excellent for all squadrons.

No antiaircraft fire was encountered and none of the planes sustained damage.