Auswertung der britischen Luftbilder

Es gibt da gleich mehrere interessante Sachen.
Die von mir als Fragezeichen gekennzeichten Anlagen gibt es heute nicht mehr. Aber ich habe genau dieses Gebiet bereits mit Fahrrad und auch oft zu Fuß in den letzten Jahren abgesucht und mich mit einigen Leuten unterhalten.
Dieses Gebiet gilt als absolutes Tabugebiet für Sondler. Das Suchen ist dort viel zu gefährlich. Durch die Bombadierung der Verteidungsanlagen, und dem permanenten Beschuss dieser, gibt es in diesem Gebiet viele Blindgänger und andere Gefahren.
Der Ort des Todes, was heisst hier Ort, ein Gebiet des Grauen, von Havel bis Autobahn. Wo heute das Naturschutzgebiet ist...? Ja, dort wo heute Kinder in Seen spielen und Rentner wandern gehen.
Die beiden römischen Zahlen sind klar zu identifizieren, die Eins ist Michendorf, und auch klar zu erkennen ist das Zielobjekt, die Zwei ist der Güterbahnhof Seddin.
Doch jetzt wird es interessant. Die 1. ist der Lienewitzsee, ein See des heutigen Naturschutzgebiet - "Die Caputher Seen" -. Dieser See wurde unfreiwillig von einem britischen Bomberpilot als Landeplatz gewählt. Das Wrack des Flugzeugs wurde nie komplett geborgen, da es zerfallen ist, doch der Motor lag lange am Ufer herum.
Gleich daneben der viel tiefere kleine Lienewitzsee und das zwischen den Seen liegende Dorf Lienewitz. Dieses Dorf besteht heute nur noch aus 8 Häusern und sieht auf der Karte auch nicht viel anders aus. Das schönste Haus am Ort wurde einst von dem russischen Kommandanten der Potsdamer Garnison genutzt und zeigt heute immer noch die schweren Marmorbänke aus Sanssouci, die von den Siegern dort entwendet wurden.
Die drei ist eindeutig der Bahnhof Ferch-Lienewitz und somit weisst die vier auf die Bahnstrecke Seddin-Potsdam hin und markiert in etwa auch den Ort, wo heute das Kreuz an "Bude 59" steht.
Die Autobahn 10 hat inzwischen sechs Spuren und zwei Standstreifen aber ist doch klar zu erkennen.
Doch was ist das, was hier mit dem Frageichen markiert ist?
Wir können hier nur spekulieren, da heute dort nur Wald ist. Aber durch meine Nachforschungen weiß ich, dass dort Luftabwehr- und Artilleriestellungen waren, die später auch von den Russen genutzt wurden.
Heute sieht man noch die Unnatürlich tiefen Gräben und Abschirmungen in diesem Wald und auch Moorgebiet. Der Bauernwald wurde nach dem Krieg über die entrümpelten Anlagen gepflanzt.



2 Comments:
Hi,
wenn Du die Gegend gut kennst, kannst Du dann was zu den zahlreichen Wasserbecken saqen?
Fotos hier: http://myx.gmxhome.de/pool1.jpg http://myx.gmxhome.de/pool2.jpg http://myx.gmxhome.de/pool3.jpg
Ich bin da kopfkratzend dran vorbeigewandert und konnte mir gar keinen Reim drauf machen.
Viele Grüße
es waren dort gärten angelegt diese hatten natürlich Kompostanlagen! wir hatten einen ähnlichen . hoffe das ich dir helfen konnte!!
zu dem Absturz der kanadisch-englischen Maschine gab es einen Augenzeugen namens Frau Häuser, sie beobachtete die flache Flugbahn
der schon brennenden Maschine wie sie kurz vor dem aufprall explodierte und in zwei teile zerbrach. der Motor hat dann bis Anfang der 90.Jahre am Nord-west Ufer gelegen
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